Tag-Archiv | Kinder

Senegal 2018 – 03

Hallo Leute!

Auch heute geht es weiter mit Senegal. 🙂
Was mich wirklich fasziniert hat: überall auf den Straßen laufen Nutztiere umher. Sie sind nicht wild, sondern gehören jeweils zu einem Grundstück, zu dem sie auch hin und wieder zurück kehren. Auch auf unserem Grundstück kamen gelegentlich Ziegen und Hühner vorbei spaziert und selbst junge Kühe haben einst den Weg zu uns gefunden.

Um möglichst kein Motiv zu verpassen, habe ich vor allem in den ersten Tagen stets meine Kamera um meinen Hals getragen, was regelmäßig Kinder angelockt hat. Sie kamen angelaufen und haben mich um Fotos gebeten und sich wie verrückt gefreut, als ich sie ihnen zeigte. Der große verwurzelte Baum der unten zu sehen ist, ist der größte seiner Art in Abene und dementsprechend heilig.
Was man in Senegal gar nicht umgehen kann und auch nicht sollte, ist eine traditionelle Teezeremonie bei der Attaya zubereitet wird. Attaya ist ein sehr süßer und starker grüner Tee, welcher durch das konstante hin und her Schütten von Glas zu Glas, Glas zu Kanne, Kanne zu Glas etc., schaumig geschlagen wird. Ich glaube es ist nur ein Tag vergangen an dem ich diese Köstlichkeit nicht trinken konnte!

Liebe Grüße
Maya

Sehnsucht

Hallo Leute!

Heute zeige ich euch das fertige Sehnsuchtsbild. Wie bereits angekündigt, habe ich noch den Rest mit Buntstiften coloriert und zuletzt die Outlines nachgezogen.

 

Nochmal zur Erinnerung: zurzeit habe ich ein Gewinnspiel am laufen, bei dem ihr euch eine Kette mit einem meiner Zeichnungen, bis zum 30.11.2015 aussuchen könnt! 🙂

 

Und hier ist erneut der Text zum Bild.

Liebe Grüße,
Maya

 

 


Er ist alleine.

Seine Frau hätte es nicht gewollt – sie hätte sich das Leben, was er nun führt für ihn nicht gewünscht, aber es gibt kein Zurück.

Lange sind die Tage her, an denen er zuletzt richtig herzhaft gelacht hat, zu schwer ist die Last auf seinem Herzen, zu stark die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen denen er begegnet.

Warum auch? Sie haben ihm genommen was er liebte, sie haben ihm genommen wer er war und wofür er lebte.

Er weiß genau, dass seine Frau ihm selbst in diesen schrecklichen Tagen noch Mut zugesprochen hätte, ihm gezeigt hätte, wie es auch anders weiter gehen kann und wie er den Hass in seinem Herzen mit ihrer Hilfe hätte nieder Kämpfen können, bis ihm diese erbärmlichen Menschen nur noch leid täten – doch sie ist nicht da. Wegen ihnen ist sie nicht mehr da.

Wie vielen Frauen er seitdem begegnet ist… ja es waren viele! Aber alle haben ihn kalt gelassen, diese widerlichen Geschöpfe, die entweder nur auf eine kleine Flucht, auf ein Abenteuer von ihrem tristen Alltag aus waren, oder aber jene, welche er noch mehr verabscheute, die sich lediglich schnelles Geld erhofften.

Nein, mit solch einem Pack will er nichts zu tun haben. Sein Vertrauen ist ohnehin nicht leicht zu erwerben und jene denen es zu Teil kommt, weiß er vor diesen grausamen Menschen zu warnen.

Die Mutter der Zwilligsknaben? Oh, sie war eine Hure, dem Alkohol verfallen und ihre Jungs als Diebe verwahrlost. Was hatte er für eine andere Wahl als sie mit sich zu nehmen? Er wird die beiden vor dieser Welt schützen, eben so wie er es bei seiner Frau nicht geschafft hat.

Doch am Ende seiner Tage wird er sie wieder sehen. Wenn die letzten Blätter gefallen sind und endlich die Zeit zu Eis gefriert, wird sie ihm alle Sünden verzeihen – und er wird befreit sein von dem Zorn und der Einsamkeit.

In Ewigkeit.


Sehnsucht
Sehnsucht- Entwicklungsprozess

Sehnsucht – Entwicklungsprozess 2

Hallo Leute!

Ich hoffe ihr seid gut in den neuen Monat gestartet.
Hier sind die nächsten Zwischenschritte von dem Sehnsuchtsbild. Die Farben standen ja schon durch das Abdunkeln mit Aquarellfarbe fest und jetzt habe ich bereits zwei Drittel der Zeichnung mit Buntstift coloriert, so dass ich euch nächste Woche hoffentlich das fertige Bild zeigen kann.

Nun möchte ich noch schnell auf mein Gewinnspiel hinweisen, welches bis zum 30.11.2015 läuft und von dem ich hoffe, dass ein paar von euch teilnehmen werden! 🙂

Liebe Grüße,
Maya

Sehnsucht

Sehnsucht

Sehnsucht – Entwicklungsprozess 1

Hallo Leute!

Letztens dachte ich mir: „In meiner Galerie sind eigentlich nur Frauen Zeichnungen… und das, nachdem ich doch in den letzten Jahren das Zeichnen von Männern geübt habe – so geht das nicht!“, also war es mein Plan, ein Bild zu zeichnen, auf dem direkt mehrere Generationen vertreten sind. Ich hatte auch schnell eine Idee von einem hochformatigem Bild mit einem großen asiatischen Drachen. Irgendwie war das für mich aber keine runde Sache, da es mich an Dragonball erinnerte und ich doch lieber mal wieder eine Zeichnung im Querformat anfertigen wollte.
Das Bild ist dann ziemlich intuitiv und ohne Idee entstanden, obwohl es nun für mich eine Geschichte trägt.
Im Fokus steht hierbei der alte Mann.

 
 
 


Er ist alleine.

Seine Frau hätte es nicht gewollt – sie hätte sich das Leben, was er nun führt für ihn nicht gewünscht, aber es gibt kein Zurück.

Lange sind die Tage her, an denen er zuletzt richtig herzhaft gelacht hat, zu schwer ist die Last auf seinem Herzen, zu stark die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen denen er begegnet.

Warum auch? Sie haben ihm genommen was er liebte, sie haben ihm genommen wer er war und wofür er lebte.

Er weiß genau, dass seine Frau ihm selbst in diesen schrecklichen Tagen noch Mut zugesprochen hätte, ihm gezeigt hätte, wie es auch anders weiter gehen kann und wie er den Hass in seinem Herzen mit ihrer Hilfe hätte nieder Kämpfen können, bis ihm diese erbärmlichen Menschen nur noch leid täten – doch sie ist nicht da. Wegen ihnen ist sie nicht mehr da.

Wie vielen Frauen er seitdem begegnet ist… ja es waren viele! Aber alle haben ihn kalt gelassen, diese widerlichen Geschöpfe, die entweder nur auf eine kleine Flucht, auf ein Abenteuer von ihrem tristen Alltag aus waren, oder aber jene, welche er noch mehr verabscheute, die sich lediglich schnelles Geld erhofften.

Nein, mit solch einem Pack will er nichts zu tun haben. Sein Vertrauen ist ohnehin nicht leicht zu erwerben und jene denen es zu Teil kommt, weiß er vor diesen grausamen Menschen zu warnen.

Die Mutter der Zwilligsknaben? Oh, sie war eine Hure, dem Alkohol verfallen und ihre Jungs als Diebe verwahrlost. Was hatte er für eine andere Wahl als sie mit sich zu nehmen? Er wird die beiden vor dieser Welt schützen, eben so wie er es bei seiner Frau nicht geschafft hat.

Doch am Ende seiner Tage wird er sie wieder sehen. Wenn die letzten Blätter gefallen sind und endlich die Zeit zu Eis gefriert, wird sie ihm alle Sünden verzeihen – und er wird befreit sein von dem Zorn und der Einsamkeit.

In Ewigkeit.


 
 
 

Das Bild ist natürlich nicht fertig, die weitere Ausarbeitung  werde ich noch mit Buntstiften angehen.

Und an alle, die den Text gelesen habe: Ich hoffe euch gefällt der Hintergrund zu dieser Zeichnung!

 

Liebe Grüße,
Maya

 

 

 

 

Sehnsucht

Sehnsucht

Sehnsucht

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Sehnsucht